Ja, ich habe es geschafft; ich habe mir die Nase brechen lassen. Das Positive der Geschichte, die fuenf Rugbyspieler gegen die ich geboxt habe, sind noch immer im Spital *muahaha*. Nein, natuerlich nicht...
Eigentlich trifft mich einzig die Schuld zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen zu sein. Nunja, es war ein wunderschoener - wie so viele Tage hier nunmal eben sind - Sonntag und wir hatten die glorreiche Idee uns mit Bodyboards (kleine Bretter worauf man bruestlings surft) in die See zu stuerzen. Das Ganze ging auch rund eine Stunde lang ziemlich gut und war hoechst amuesant. Da damals aber die Wellen relativ spaerlich ausfielen, tummelten sich ziemlich viele Surfer, Bodyboarder und aehnliches an der Stelle, wo die groessten Wellen brechen. Das in diesem Gedraenge Unfaelle passieren koennen, war mir eigentlich klar, deshalb hielten wir uns ein wenig ausserhalb davon auf; vielleicht ein Fehler. Denn dieselbe Idee hatte ein Surf-Amateur auch. Infolge seines eher mageren Koennens war er nicht im Stande dem ruhig dastehenden, Richtung Strand starrenden Marco auszuweichen. Da sich dieser allerdings aufgrund der verzweifelten Schreie im letzten Moment umdrehte, erwischte in das Surfboard ziemlich genau auf der Nase. Nach einem rund 2.75 Stunden andauernden Spitalaufenthalt und mit acht Stichen und einem gebrochenen Riechorgan reicher, gings zurueck zum Strand um das Barbecue zu geniessen. Ja, lacht euch an diesem grotesken Bild kaputt, wie's hier wohl jeder auch tut ;-)
Sturmwarnung.
Wir hatten das Glueck diese Woche einem Ereignis beizuwohnen, dass rund einmal pro Jahr stattfindet - ein wahrlich grossartig anzuschauender Sturm. Die Folge davon waren zwei zerstoerte Dachfenster in der Schule, ein demoliertes Auto (von einer Palme erschlagen) in meiner unmittelbaren Nachbarschaft sowie diverse gefallene Baeume. Tourist wie ich nunmal bin, habe ich mir die Gelegenheit nicht nehmen lassen euch diese monumentalen Bilder uebermitteln zu lassen ;-).
Ein demoliertes Dachfenster in der Schule...
Sick Surfers.
Infolge dieses Sturmes waren die Wellen am Donnerstag von aussergewoehnlichen Dimensionen, was diverse Surfer anlockte, die sich dieses Ereigniss ebenso wenig entgehen lassen wollten wie wir. Leider koennen Bilder die Dimensionen der Staerke dieser Naturgewalt nur schwierig wiedergeben, allerdings wuensche ich keinem auch nur in eine dieser Waschmaschinen zu gelangen.
72 h Trip (Boonoo Boonoo, Girawell, Bolt Rock und Sundown National Park).
Dieses Wochenende gings in die oben genannten Nationalpaerke. Das hiess Samstagmorgen um 07.00 Uhr aufstehen - eine ziemlich harte Sache, wenn man gerade mal um 04.00 Uhr ins Bett kam. Naja ich musste ja nicht fahren ;-). So gegen Mittag erreichten wir dann auch den ersten dieser atemberaubenden Nationalparks und zwar denjeniegen mit dem einpraegsamen Namen Boonoo Boonoo. Zu sehen gab's hier die ersten Kaengurus, einen ziemlich eindruecklichen Wasserfall und diverse konfuse Steinformationen. Nach einem - fuer Hobbycamper - gediegenen Mittagessen (Pasta mit Tomatensauce ueber dem Feuer zubereitet) gings dann auf den ersten Fussmarsch. Auf dem grossen Huegel angekommen, kamen wir zum Entschluss, dass diese Szenerie eigentlich nicht nach Australien sondern nach Afrika gehoeren sollte. Egal.
Weiter gings dann am naechsten Tag zum Girawell National Park. Auch hier begaben wir uns nach einer langen, aber wenig erholsamen Nacht - Morgens das Zelt zu verlassen und in die Augen zweier Wallabies zu schauen ist gewoehnungsbeduerftig aber erfreulich - sofort zu Fuss auf Entdeckungsreise. Kaengurus zaehlend, bestiegen wir auch hier hoehere in total runder Form bestehender und in regenbogenfarbenen Streifen gezeichnete Huegel. Atemberaubende Aussicht gepaar mit furchterregenden Klippen und abwechslungsreicher Tier- und Pflanzenwelt hinterliessen einen bleibenen Eindruck. Abends dann noch durch den Besuch eines Opposums gestoert fielen wir einmal mehr ziemlich frueh in das Land der Traueme.
Balt Rock war dann wie der Name vermuten laesst speziell wegen seiner ungewoehnlichen Steinformationen beruehmt. Da waren somit Steinformationen wie eine Schildkroete oder die Sphinx der alten Aegypter zu besichtigen. Den Montag - den wir uns freigenommen haben - stand dann im Zeichen des Besuchs eines Damms in mitten einer total ausgetrockneten Region. Hier auf Pelikane und Kaengurus treffend genehmigten wir uns ein Bad. Am spaeteren Nachmittag gings zum letzten Nationalpark genannt 'Sundown'. Dort stiessen wir dann auf eine weitere grosse Schlange und hoerten dann beim Kaenguru Nummer 150 auf zu zaehlen (es waren schlicht zu viel). Weiter wurden wir durch die Sichtung eines Hirsches, einer Schildkroete, etlichen Eidechsen und einigen Hasen beehrt. Somit gings dann ziemlich ermuedet auf die lange Heimreise nach Byron Bay, wo wir dann auch kurz vor Mitternacht ankamen.
Grossartig ich hab' meinen Blog wieder einmal fertig! Aja, der Sommer faengt hier so langsam aber sicher an, 30 Grad kann ganz ermuedend sein ;-)