Dienstag, 28. Oktober 2008

Gebrochene Nase, Sturmwarnung, kranke Surfer und 72 Stunden Trip

Gebrochene Nase.

Ja, ich habe es geschafft; ich habe mir die Nase brechen lassen. Das Positive der Geschichte, die fuenf Rugbyspieler gegen die ich geboxt habe, sind noch immer im Spital *muahaha*. Nein, natuerlich nicht...

Eigentlich trifft mich einzig die Schuld zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen zu sein. Nunja, es war ein wunderschoener - wie so viele Tage hier nunmal eben sind - Sonntag und wir hatten die glorreiche Idee uns mit Bodyboards (kleine Bretter worauf man bruestlings surft) in die See zu stuerzen. Das Ganze ging auch rund eine Stunde lang ziemlich gut und war hoechst amuesant. Da damals aber die Wellen relativ spaerlich ausfielen, tummelten sich ziemlich viele Surfer, Bodyboarder und aehnliches an der Stelle, wo die groessten Wellen brechen. Das in diesem Gedraenge Unfaelle passieren koennen, war mir eigentlich klar, deshalb hielten wir uns ein wenig ausserhalb davon auf; vielleicht ein Fehler. Denn dieselbe Idee hatte ein Surf-Amateur auch. Infolge seines eher mageren Koennens war er nicht im Stande dem ruhig dastehenden, Richtung Strand starrenden Marco auszuweichen. Da sich dieser allerdings aufgrund der verzweifelten Schreie im letzten Moment umdrehte, erwischte in das Surfboard ziemlich genau auf der Nase. Nach einem rund 2.75 Stunden andauernden Spitalaufenthalt und mit acht Stichen und einem gebrochenen Riechorgan reicher, gings zurueck zum Strand um das Barbecue zu geniessen. Ja, lacht euch an diesem grotesken Bild kaputt, wie's hier wohl jeder auch tut ;-)

Sturmwarnung.

Wir hatten das Glueck diese Woche einem Ereignis beizuwohnen, dass rund einmal pro Jahr stattfindet - ein wahrlich grossartig anzuschauender Sturm. Die Folge davon waren zwei zerstoerte Dachfenster in der Schule, ein demoliertes Auto (von einer Palme erschlagen) in meiner unmittelbaren Nachbarschaft sowie diverse gefallene Baeume. Tourist wie ich nunmal bin, habe ich mir die Gelegenheit nicht nehmen lassen euch diese monumentalen Bilder uebermitteln zu lassen ;-).


Ein demoliertes Dachfenster in der Schule...

Sick Surfers.

Infolge dieses Sturmes waren die Wellen am Donnerstag von aussergewoehnlichen Dimensionen, was diverse Surfer anlockte, die sich dieses Ereigniss ebenso wenig entgehen lassen wollten wie wir. Leider koennen Bilder die Dimensionen der Staerke dieser Naturgewalt nur schwierig wiedergeben, allerdings wuensche ich keinem auch nur in eine dieser Waschmaschinen zu gelangen.


72 h Trip (Boonoo Boonoo, Girawell, Bolt Rock und Sundown National Park).

Dieses Wochenende gings in die oben genannten Nationalpaerke. Das hiess Samstagmorgen um 07.00 Uhr aufstehen - eine ziemlich harte Sache, wenn man gerade mal um 04.00 Uhr ins Bett kam. Naja ich musste ja nicht fahren ;-). So gegen Mittag erreichten wir dann auch den ersten dieser atemberaubenden Nationalparks und zwar denjeniegen mit dem einpraegsamen Namen Boonoo Boonoo. Zu sehen gab's hier die ersten Kaengurus, einen ziemlich eindruecklichen Wasserfall und diverse konfuse Steinformationen. Nach einem - fuer Hobbycamper - gediegenen Mittagessen (Pasta mit Tomatensauce ueber dem Feuer zubereitet) gings dann auf den ersten Fussmarsch. Auf dem grossen Huegel angekommen, kamen wir zum Entschluss, dass diese Szenerie eigentlich nicht nach Australien sondern nach Afrika gehoeren sollte. Egal.

Weiter gings dann am naechsten Tag zum Girawell National Park. Auch hier begaben wir uns nach einer langen, aber wenig erholsamen Nacht - Morgens das Zelt zu verlassen und in die Augen zweier Wallabies zu schauen ist gewoehnungsbeduerftig aber erfreulich - sofort zu Fuss auf Entdeckungsreise. Kaengurus zaehlend, bestiegen wir auch hier hoehere in total runder Form bestehender und in regenbogenfarbenen Streifen gezeichnete Huegel. Atemberaubende Aussicht gepaar mit furchterregenden Klippen und abwechslungsreicher Tier- und Pflanzenwelt hinterliessen einen bleibenen Eindruck. Abends dann noch durch den Besuch eines Opposums gestoert fielen wir einmal mehr ziemlich frueh in das Land der Traueme.

Balt Rock war dann wie der Name vermuten laesst speziell wegen seiner ungewoehnlichen Steinformationen beruehmt. Da waren somit Steinformationen wie eine Schildkroete oder die Sphinx der alten Aegypter zu besichtigen. Den Montag - den wir uns freigenommen haben - stand dann im Zeichen des Besuchs eines Damms in mitten einer total ausgetrockneten Region. Hier auf Pelikane und Kaengurus treffend genehmigten wir uns ein Bad. Am spaeteren Nachmittag gings zum letzten Nationalpark genannt 'Sundown'. Dort stiessen wir dann auf eine weitere grosse Schlange und hoerten dann beim Kaenguru Nummer 150 auf zu zaehlen (es waren schlicht zu viel). Weiter wurden wir durch die Sichtung eines Hirsches, einer Schildkroete, etlichen Eidechsen und einigen Hasen beehrt. Somit gings dann ziemlich ermuedet auf die lange Heimreise nach Byron Bay, wo wir dann auch kurz vor Mitternacht ankamen.










Grossartig ich hab' meinen Blog wieder einmal fertig! Aja, der Sommer faengt hier so langsam aber sicher an, 30 Grad kann ganz ermuedend sein ;-)

Dienstag, 14. Oktober 2008

Biketrip, Barbies & Zoo

Hallo erstmal. Ja wahrlich, die Zeit auf der anderen Seite der Welt scheint schneller zu verrinnen als in der Heimat, unglaublich viel schneller sogar. Somit ist es bereits Fakt, dass rund 1/3 meines Sprachaufenthaltes Geschichte ist, zum Glueck bleiben da immer noch rund 6 Monate Reise-/Studienzeit uebrig.

Biketrip.
So, meine Freunde in der Ferne, natuerlich moechte ich es nicht unterlassen euch ueber die Geschehnisse hier zu unterrichten. So verbrachte ich das Wochenende vom - hmm sorry, aber ich hab' gerade keinen Plan welches Datum wir haben, aber Recherchen haben ergeben dass es sich um dasjenige vom 03.- 06.10. gehandelt hat - auf einem Biketrip unvergleichlicher Art und Weise. Da Australien (mit Stolz) in den Top Five der Nationen mit den am meisten verlaengerten Wochenenden weilt, kamen wir in den Genuss eines freien Montags. Noetig hatten wir ihn definitv. So, also machten wir uns (bestehend aus einer bunten Mischung aus einem Spanier, Slovaken - oder je nach dem auch Slovenen - einem Deutschen und meiner Wenigkeit) bereit fuer eine 3-taegigen Odysee durch das Aussie Hinterland. Gestartet mit unseren leicht verkommenen Bikes und Rucksaecken gefuellt mit Proviant, Zelten, etc. mit einem Gewicht von ca. 15 kg, kaempften wir fruehmorgens gegen den Kater des vergangenen, unvergesslichen Barbecues an. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung ist die Kueste hier alles andere als flach , was wir bald schmerzhaft erfahren mussten. Nach dem ersten Tag, sprich rund 8h dieser grauenhaften Tortur und um rund 1900 Hoehenmeter reicher, versprach der Campingplatz inmitten des riesigen Springbrook-Nationalpark eine durchaus noetige Ruhepause. Sprich gegen 19.00 Uhr schloss sich auch das letzte Augenpaerchen und wurde unglaubliche 12 Stunden spaeter erst wieder geoeffnet - an und fuer sich keine grosse Leistung, allerdings inmitten der Natur mit unglaublich lauten Nebeneffekten (Eidechsen, Schlangen und vor allem Voegel) und auf dem bahren Boden nur durch ein Zelt geschuetzt schlafend, meiner Meinung nach eine eher grosse Leistung.
Der zweite Tag stand unter dem Zeichen diesen Nationalpark zu besichtigen. Nach einer Nettomarschzeit von rund 3.5 Minuten wurde auch bereits die erste Schlange gesichtet. Ein wunderbares Exemplar von rund 1.8 Meter Laenge - sich an dem Platz sonnend wo am Tage zuvor Kleinkinder unbeaufsichtigt spielen durften... Nunja nach einem rund 5 h andauernden Marsch durch einen wunderbaren Regenwald brachen wir unsere Zelte wiederum ab und begaben uns auf unseren Drahteseln Richtung Rocky Creek Dam. Vor dem Verhungern durch eine per Zufall getroffene Hostfamilie gerettet, schlugen wir an diesem schoenen Plaetzchen unsere Zelte trotz des grossen Verbotsschildes auf. Schlafen an diesem wunderschoenen Plaetzchen ist eine beinahe unmoegliche Angelegenheit; es wimmelte von Schlangen, 1.5 Metern- Eidechsen, Horden von Kakadus und Aehnlichem. Am naechsten fruehen Morgen - gegen 06.00 Uhr - kamen wir dann in den Genuss der Sichtung eines Schnabeltiers, eine Besonderheit sogar fuer Einheimische. So dannach hiess es aufbrechen und zwar so frueh wie moeglich, da die Hitze bei der Rueckfahrt durch diese huegelige Landschaft keine grosse Hilfe darstellte. Physisch total am Anschlag erreichten wir unsere Temporaerheimat Byron Bay nach einer Rekordzeit von ca. sechs Stunden. Fazit meiner Hostmutter: 'Ihr spinnt!', oder aber meine eigene: sehr anspruchsvoll aber eine absolut grossartige Erfahrung.









Barbies.
Barbies ist die australische Slang-Form von Barbecue, eine hier sehr weit verbreitete Tradition. Natuerlich passen wir uns den Gegebenheiten an und missen keine Gelegenheit ein solches Festchen oder auch Fest zu schmeissen. Naja ueber die Details moechte ich mich hier nicht auslassen, das wuerde den Rahmen hier um Meilen sprengen. Nur soviel es ist eine unvorgessliche, berauschende Erfahrung am Strand den Grill anzuschmeissen.
Weiter organisiert unsere Schule alles zwei Wochen ein solches 'Barbie' mit Livemusik (ist interessant wenn der Direktor mit dem Verantwortlichen fuer Aktivitaeten auf der Buehne stehen) und - dafuer ist jeder selber Verantwortlich - viel Fluessigkeiten. Bei solcherlei Anlaessen werden alle Grenzen aussen vorgelassen, sprich der Rektor bedankt sich bei den Leuten die auf den Tischen 'tanzen'. Naja dies nur so als Randinformation, wenn ihr euch fragt, wie meine Freizeitaktivitaeten, bzw. das Wochenende in der Regel aussehen.

Zoo.
Heute war Exkursionstag, sprich unsere Klasse begab sich in das naechstgelegene Sanktarium. Wunderschoene Sache, Kualas beobachten und vor allem unvergesslich sich mit Kaegurus und Wallabies tummeln. Naja guckt euch die Bilder an, hab keine Lust mir hier die Finger wund zu tippen.

















Nun ja soviel von mir wieder einmal. Ist immer noch grossartig, das Wetter unvergleichlich, die Leute noch ein wenig besser, etc., etc...