Hallo erstmal. Ja wahrlich, die Zeit auf der anderen Seite der Welt scheint schneller zu verrinnen als in der Heimat, unglaublich viel schneller sogar. Somit ist es bereits Fakt, dass rund 1/3 meines Sprachaufenthaltes Geschichte ist, zum Glueck bleiben da immer noch rund 6 Monate Reise-/Studienzeit uebrig.
Biketrip.
So, meine Freunde in der Ferne, natuerlich moechte ich es nicht unterlassen euch ueber die Geschehnisse hier zu unterrichten. So verbrachte ich das Wochenende vom - hmm sorry, aber ich hab' gerade keinen Plan welches Datum wir haben, aber Recherchen haben ergeben dass es sich um dasjenige vom 03.- 06.10. gehandelt hat - auf einem Biketrip unvergleichlicher Art und Weise. Da Australien (mit Stolz) in den Top Five der Nationen mit den am meisten verlaengerten Wochenenden weilt, kamen wir in den Genuss eines freien Montags. Noetig hatten wir ihn definitv. So, also machten wir uns (bestehend aus einer bunten Mischung aus einem Spanier, Slovaken - oder je nach dem auch Slovenen - einem Deutschen und meiner Wenigkeit) bereit fuer eine 3-taegigen Odysee durch das Aussie Hinterland. Gestartet mit unseren leicht verkommenen Bikes und Rucksaecken gefuellt mit Proviant, Zelten, etc. mit einem Gewicht von ca. 15 kg, kaempften wir fruehmorgens gegen den Kater des vergangenen, unvergesslichen Barbecues an. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung ist die Kueste hier alles andere als flach , was wir bald schmerzhaft erfahren mussten. Nach dem ersten Tag, sprich rund 8h dieser grauenhaften Tortur und um rund 1900 Hoehenmeter reicher, versprach der Campingplatz inmitten des riesigen Springbrook-Nationalpark eine durchaus noetige Ruhepause. Sprich gegen 19.00 Uhr schloss sich auch das letzte Augenpaerchen und wurde unglaubliche 12 Stunden spaeter erst wieder geoeffnet - an und fuer sich keine grosse Leistung, allerdings inmitten der Natur mit unglaublich lauten Nebeneffekten (Eidechsen, Schlangen und vor allem Voegel) und auf dem bahren Boden nur durch ein Zelt geschuetzt schlafend, meiner Meinung nach eine eher grosse Leistung.
Der zweite Tag stand unter dem Zeichen diesen Nationalpark zu besichtigen. Nach einer Nettomarschzeit von rund 3.5 Minuten wurde auch bereits die erste Schlange gesichtet. Ein wunderbares Exemplar von rund 1.8 Meter Laenge - sich an dem Platz sonnend wo am Tage zuvor Kleinkinder unbeaufsichtigt spielen durften... Nunja nach einem rund 5 h andauernden Marsch durch einen wunderbaren Regenwald brachen wir unsere Zelte wiederum ab und begaben uns auf unseren Drahteseln Richtung Rocky Creek Dam. Vor dem Verhungern durch eine per Zufall getroffene Hostfamilie gerettet, schlugen wir an diesem schoenen Plaetzchen unsere Zelte trotz des grossen Verbotsschildes auf. Schlafen an diesem wunderschoenen Plaetzchen ist eine beinahe unmoegliche Angelegenheit; es wimmelte von Schlangen, 1.5 Metern- Eidechsen, Horden von Kakadus und Aehnlichem. Am naechsten fruehen Morgen - gegen 06.00 Uhr - kamen wir dann in den Genuss der Sichtung eines Schnabeltiers, eine Besonderheit sogar fuer Einheimische. So dannach hiess es aufbrechen und zwar so frueh wie moeglich, da die Hitze bei der Rueckfahrt durch diese huegelige Landschaft keine grosse Hilfe darstellte. Physisch total am Anschlag erreichten wir unsere Temporaerheimat Byron Bay nach einer Rekordzeit von ca. sechs Stunden. Fazit meiner Hostmutter: 'Ihr spinnt!', oder aber meine eigene: sehr anspruchsvoll aber eine absolut grossartige Erfahrung.
Barbies.
Barbies ist die australische Slang-Form von Barbecue, eine hier sehr weit verbreitete Tradition. Natuerlich passen wir uns den Gegebenheiten an und missen keine Gelegenheit ein solches Festchen oder auch Fest zu schmeissen. Naja ueber die Details moechte ich mich hier nicht auslassen, das wuerde den Rahmen hier um Meilen sprengen. Nur soviel es ist eine unvorgessliche, berauschende Erfahrung am Strand den Grill anzuschmeissen.
Weiter organisiert unsere Schule alles zwei Wochen ein solches 'Barbie' mit Livemusik (ist interessant wenn der Direktor mit dem Verantwortlichen fuer Aktivitaeten auf der Buehne stehen) und - dafuer ist jeder selber Verantwortlich - viel Fluessigkeiten. Bei solcherlei Anlaessen werden alle Grenzen aussen vorgelassen, sprich der Rektor bedankt sich bei den Leuten die auf den Tischen 'tanzen'. Naja dies nur so als Randinformation, wenn ihr euch fragt, wie meine Freizeitaktivitaeten, bzw. das Wochenende in der Regel aussehen.
Zoo.
Heute war Exkursionstag, sprich unsere Klasse begab sich in das naechstgelegene Sanktarium. Wunderschoene Sache, Kualas beobachten und vor allem unvergesslich sich mit Kaegurus und Wallabies tummeln. Naja guckt euch die Bilder an, hab keine Lust mir hier die Finger wund zu tippen.
Nun ja soviel von mir wieder einmal. Ist immer noch grossartig, das Wetter unvergleichlich, die Leute noch ein wenig besser, etc., etc...
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