Nach nun rund drei Wochen in der Ferne meld ich mich wieder einmal. Ich unterlasse es hier zu erwaehnen, dass ich hier eine absolut grossartige und einmalige Zeit verbringe, daher bitte entschuldigt meine spaerlichen Eintraege.
School.
Yeah, fucking hell... Ich wusste gar nicht, dass Schule Spass machen kann, eine total neue Erfahrung fuer mich. Das Packet hier ist wirklich grossartig; unterhaltsame Lehrer, grossartige Klasse und spassige 'ausserschulische' Aktivitaeten. Haben hier trotz der Dominanz der Schweizer verschiedensprachige Schueler in der Klasse. Verbringe somit meine Zeit in und ausserhalb der Schule meist 'multikulturell' und daher auch vorwiegend englisch-sprechend.
Byron.
Immer noch absolut traumhaft, haette ich hier nicht eine solch miese Internet-Leitung, ich wuerde ich euch mit einmaligen Aufnahmen verwoehnen... Nunja, dieser Moment kommt bestimmt noch. (Anm. dieser Moment ist nun eingetreten, siehe unten...) So nach wie vor gewinne ich die Uebersicht ueber die oertlichen Pubs und kenne dessen Vorzuege... Aber keine Angst, da ich ein wenig ausserhalb Byrons wohne, einem Kaff genannt Suffolk Park, kann ich die durch Bier gewonnen zusaetzlichen Kilos taeglich bei der 20-minuetigen Velofahrt zur Schule abtrainieren. Hinzu kommen meine bisherigen Joggingtouren dem Strand entlang, die Schwimmversuche sowie meine Surfambitionen und die auesserst unterhaltsamen Volleyball-Stunden mit grotesken Darbietungen koreanischer Ladies.
Birthday.
Ja, ich bin kein Teenager mehr, aber mein Ruecken schmerzt trotzdem noch nicht...
Wie die meisten von euch wahrscheinlich wissen bin ich schon ziemlich geuebt im Feiern meiner Geburtstage im Ausland (Dijon, Broadstairs, Oslo und nun Australien - ich schreibe bewusst nicht Byron Bay, wie ihr gleich erfahren werdet ;-) ). So nun ja, dieses mal sollte es also Down Under sein. Und wie der Zufall es so wollte, begaben wir uns ueber das Wochenende vom 26. - 28.09. auf einen unvergesslichen Trip. Mit drei gemieteten Autos, 15 Personen, sechs Nationen und einer mehr oder weniger kompletten Campingausruestung (ich unterlasse es extra die Menge Bier zu erwaehnen) fuhren wir Freitag-Abend Richtung Landesinnere zum Springbrook National Park. Sprich wir fuhren nur in dessen Richtung, erreicht haben wir ihn nach einigen kuriosen Umwegen nur einen inoffiziellen 'Camping-Platz', oder in anderen Worten eine grosse Wiese. Die Lagerfeuer-Romantik wurde von unserer French-Brazilian-Spanish-Connection in lautstarker Art und Weise besungen oder aber auch bejohlt (der positive Aspekt hierzu blieb, dass sich sicherlich keine der angeblich massenhaft vorhandenen Schlangen in unser Lager getraute) aber sicherlich von jedem genossen und begossen.
Samstags gings dann weiter zum Springbrook National Park, unterwegs noch zum 'ins-Roehrchen-Blasen' angehalten, welches den brasilianischen Testversuch nicht ueberstand (die Blasmaschiene hatte einen Defekt - vielleicht auch besser so) erreichten wir schlussendlich diesen malerischen Regenwald. Nach einer rund 5-6 Stunden andauernden Odysee mit Stopp fuer eine Dusche unter'm Wasserfall und rund 500 Fotografien (inklusive Schlangen und anderem Getier) reicher gings weiter in die Richtung Murwillumbah's um Verpflegung fuer den anbrechenden Abend zu besorgen. Unser Nachtlager schlugen wir dann inmitten vom Niergendwo auf - wobei der Weg dorthin nicht allzu schwierig ist: man fahre rund 1.5 Stunden auf einer einspurigen, nicht-aspahltierten Strasse fernab jeglicher Zivilisation und Handyempfang und ploetzlich erreicht man eine offizielle Camping-Area. Rund fuenf Wallabies konnten als gesichtet gemeldet werden und eine nicht ganz stubenreine 0.5 m Echse. Der Abend - ganz im Zeichen eines Geburtstages - war wiederum eine heitere Angelegenheit (ich glaube ich habe 'Happy Birthday' noch nie in derlei vielen verschiedenen Sprachen gehoert).
Sonntags gings dann ab zum Berg mit dem verheissungsvollen Namen 'Mount Warning' - benannt nach einem Ausdruck James Cooks - dem groessten "Berg" der Region (ca. 1100 m). Nach einem ziemlich anspruchsvollen Aufstieg wurden wir mit einem umwerfenden Panorama belohnt. Der Abstieg ebenso rund 2.5 h andauernd war nicht minder schwierig zu bewaeltigen, allerdings durch die Sichtung einer Schlange versuesst...
Der Heimweg sollte an und fuer sich zu einer kurzen Angelegenheit verkommen, allerdings weit gefehlt... Nach einem Besuch des beruehmt- beruechtigten 'Nimbin' - wohl die Hauptstadt des Cannabis-Konsums, wo uebrigens auch die Olympischen Spiele dieser etwas sonderbaren Disziplin stattfinden - verfuhren wir uns hoffnungslos. Irgendwo im Niergendwo konnten uns dann einige Hippies (ich schliesse aufgrund ihres Aussehens und ihrer Behausung auf diese Bezeichnung) weiterhelfen und wir erreichten Byron Bay mit rund 3.5 Stunden Verspaetung. Wobei eigentlich eine ueberaus ausgelassene Stimmung trotz dieser Umwege in den Autos - vor allem in dem von dem Autovermieter betitelten 'Party-Car' - herrschte. Nunja am naechsten Morgen (sprich heute) sahen zwar noch alle ein wenig verkatert aus, aber nichtsdestotrotz ein grossartiges Wochenende.
So, hoffe aufgrund der Menge des produzierten Textes euren Lesedurst ein wenig geloescht und mein Gewissen beruhigt zu haben ;-).
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