Milford Sound & zurueck nach Queenstown
Kurz nach meinem Sturz von diesem komischen Hochseil-Bungy hatte ich das Glueck die wohl schoenste Region Neuseelands, bekannt unter dem Namen Milford Sound, zu besuchen. Einen Tagestrip der sich als definitv lohnenswert erwies. Milford Sound ist mehr oder weniger eine Region in der sich Berge direkt vom Meer auf rund 1'500 Meter erheben. Um dieser Szenerie gerecht zu werden, wurde das ganze von einem kleinen Boetchen - oder auch Faehre - unter den niemals nachlassenden Aahhh- & Ohhh-Lauten Japanischer/Chinesicher und Koreanischer Pauschaltouristen bestaunt. Nichtsdestotrotz war ziemlich schoen...
Zurueck gings dann allerdings wieder nach Queenstown. Der folgende Tag wurde in einer weniger adrenalin-hervorrufenden, allerdings nicht minder interessanten Aktivitaet gewidmet. Ich darf mich heute offiziell als Frisbee-Golf-Champion benennen. Eine ziemlich spassige Aktivitaet, vor allem wenn sich die Frisbees mehr oder weniger als total ungeignet erweisen. Egal.
Rafting, Christchurch & Rest der Suedinsel
Um nicht aus dem Tritt der regelmaessig folgenden Adrenalin-stoessen zu kommen, entschlossen sich Tom, mein temporaerer englischer Reisegefaehrte, und ich eine der vielen angepriesenen Rafting-touren zu unternehmen. Aufgrund des Regens der vorangehenden Tage war es lange unklar ober der Event ueberhaupt durchgefuehrt werden kann. Schlussendlich konnte er stattfinden - allerdings unter auessersten Konditionen (200m3 Wasser bilden die Maximalgrenze, wir waren bei 198m...). Aufgrund der Tatsache, dass wir eine 'Level 5'-Tour unternahmen (Level 6 bedeutet eine Stroemung ist nicht mehr zu befahren) erlebten wir ziemlich viel Aktion. Bilder sollten das belegen ;-). Um den Nachmittag dann gediegen ausklingen zu lassen, sprangen wir noch von einer rund 12 Meter hohen Klippe. Das wars dann fuer meinen Adrenalin-Spiegel bis auf weiteres.
Ruhe vor dem Sturm.
Raetsel: wo ist Marco?
Naechste Station war Christchurch, da ich allerdings kein allzu grosser Freund von Staedten bin und sich gerade eine sehr guenstige Tour um die Region dieser Stadt anbot, entschlossen wir uns dort teilzunehmen. Eine weise Entscheidung. Im Prinzip wurden die nahegelegenen Straende ausgekundschaftet, Vulkankrater bestiegen, mit Seeloewen gespielt, einer Bierdegustation teilgenommen und als weiteres Highlight eine frisch aus dem Meer gefischte Neuseelaendische Spezialitaet (Pawa, eine Art Muschel) zu Mittag verspiesen. Um den Abend dann gemuetlich ausklingen zu lassen, begaben wir uns zum Cricket-Laenderspiel Neuseeland - Indien. Eine anfangs ziemlich oede Sportart, gegeben man kennt die Regeln ein wenig, allerdings doch ziemlich interessant (zumindest gelegentlich). Nunja das Heimteam verlor dann allerdings doch ziemlich deutlich, egal das Spiel war gut. Das war's dann auch schon von Christchurch...
yammi!
Weiter gings nach Kaikoura, ein Ort der beruehmt fuer seine etlichen Delphine und Wale ist. Nunja, da ich der Meinung war bereits genuegend dieser Tierchen auf meiner Reise gesehen habe, widmete ich diesen schoenen Nachmittag einer beinahe eben so aufregenden Taetigkeit - meiner Waesche. Das wars dann auch schon mehr oder weniger der Suedinsel, mit der Faehre gings dann wieder zurueck ins mir bereits bekannte Wellington, mit seinen schoenen Pubs...
Das Zentrum der Nordinsel, Taupo & Rotorua
Jawohl, unermuedlich gings dann ab in den Norden. Erste Station Taupo - eine Kleinstadt mit einem riesigen Tuempel (oder auch See) in der Mitte. An und fuer sich nicht allzu viel zu tun im Staedchen selber, allerdings ist die Region defintiv bewandendernswert. Hightlight der Region ist definitv eine Tageswanderung mit dem Namen 'Tongariro Crossing' - angeblich unter den zehn schoensten Tageswanderungen weltweit. Das ganze ist im Prinzip eine Besteigung diverser Vulkankrater, die auch teilweilse noch aktiv sind sowie die Ehre erhielten als 'Mordor' in Herr der Ringe verfilmt zu werden (fuer die Kenner), weiter gibs da irgendwelche Gasvorkommen die das ganze geruchlich auch noch veruebeln... wie auch immer. Frueh morgens gings dann los - zusammen mit einer Englaenderin und einem Japaner. Allerdings war das Wetter nicht wirklich auf unserer Seite, Sichtweite muss rund 20 Meter betragen haben. Schoen war's allemal und nach rund 6h wandern sind wir dann schlussendlich auch zum Ende der Strecke gelangt. Naja, Marco sagte sich das kann's doch nicht sein und hat dann das Ganze zwei Tage spaeter im Sonnenschein wiederholt, allerdings dieses mal noch mit einigen Extra-Umwegen - wie die Bilder belegen, es war's wert...
Fuer die Herr der Ringe-Fans: Ja hier, genau hier wird der Ring versenkt.
Mordor...
ja, hier stinkts... und ich bin nicht der Grund!
Naechster Stopp: Rotorua, die kulturelle Hauptstadt der Nordinsel. Kulturinteressiert wie wir nunmal sind, haben wir uns fuer die abendliche Maori-Show eingeschrieben, o.k. wir geben's zu, das Buffet war ein nicht unwesentlicher Ueberredungsgrund. Trotzdem ziemlich unterhaltsam diese Jungs ihre Taenze und Gesaenge vorfuehren zu sehen - und das Buffet war's wert. Auf der Heimfahrt kam dann der ganze Bus noch in den Genuss meiner (mangelhaften) Gesangskuenste, jede anwesende Nationalitaet hatte die Ehre ihre Nation per Nationalhymne zu repraesentieren. Das unfaire daran, rund 90% des Buses waren Englaender... Naja ich blieb dann noch rund drei weitere Tage in diesem Staedtchen, in dem es ziemlich stinkt - ueberall gibt es eine Art von Erdgas-ausstossende Loecher (oder so). Infolgedessen gab es im Park viel kochender Schlamm zu begutachten und ein Geysierpark kam auch noch in die Ehre unseres Besuches. Ein weiteres Highlight - von der sehr familiaeren Bar abgesehen - bildete das sogenannte 'Ludgeing', eine etwas extremere Art von Rodeln, die, wie ein englischer Reisegefaehrte meisterlich vorzeigte, in schmerzhaften Schuerfungen und Prellungen ausarten kann. Hab's mit kleineren Blessuren ueberlebt.
blubb, blubb
Der hohe Norden mit Auckland & Bay of IslandAm 19. Maerz gings dann fuer die naechsten paar Tage zur groessten Stadt Neuseelands Auckland. Trotz seiner Groesse und dem groessten Gebauede der suedlichen Hemisphaere eine total unattraktive Stadt mit unglaublich wenig Sehenswuerdigkeiten. Naja die Zeit habe ich mit ueberraschend erfolgreichem Pokerspiel ueberwunden.
Wenig traurig war ich als es dann weiter nach Whangarei ging. Ein Staedtchen schon ziemlich weit im Norden, daher auch ein wenig waermer (toent komisch, nicht?). Der Grund meines Stoppes dort, lag in einem Tauchspot der sich (angeblich) weltweiter Bekanntheit erfreut. Nichtsahnend wurde ich fruehmorgends vom Shuttlebus abgeholt, als sich beim naechsten Stopp meine fruehere Reisepartnerin Lucy ungeplant auch in das Fahrzeug setzte... Die Welt ist zu klein - somit hatte ich einen Tauchpartner gefunden. Die zwei Tauchgaenge selber waren dann definitv erstklassig; das Wasser glasklar und die Rochen riesig (ca. 1.8-2m) aber freundlich und das Wasser nur bedingt eiskalt. Der Hoehepunkt allerdings war dann das 'erschwimmen' einer Hoehle - die Sicht daraus hinaus aufs offene Meer mit glasklarem Wasser, Sonnenlichtspiegelungen und Unmengen von Fischen, die davor vorbeischwimmen liessen mir den Atem stocken (als ob das ohnehin schon nicht komsich waere die Luft aus einem Plastikteil zu erhalten...).

Tauch- & Reisebuddy Lucy & me in voller Montur

Um dem Herbst zu entgehen bestieg ich den Bus ab weiter in den Norden zu einer Region mit dem Namen 'Bay of Island'. Wie's der Zufall so will lief ich wiederum in einige altbekannte Gesichter (jmd. von meiner Outbacktour in Australien, jmd. von meinem Segeltrip auf den Whitsundays und einige aus Neuseeland selber), naja Grund genug die hosteleigene Bar auszukundschaften. Nunja dieses Oertchen gilt als Ferienregion, das war dann auch ungefaehr was ich drei Tage lang machte. Mir meine wohlverdiente Brauene wieder zurueck zu erkaempfen (Neuseeland ist nicht ideal um Teint zu konservieren!), zu lesen und vor allem schlafen. Schlussendlich gings dann noch ganz in den Norden zum Cape Reinga; mit einem Tagestrip gings zu dem schmucken Plaetzchen wo sich der Pazifik mit der Tasmanischen See vereinigt. Weitere Aktivitaeten beinhalteten Sandduenenboarding und vor allem Muscheln fuer das Abendessen zu suchen. Ja, das Abendessen war dann auch ganz schmackhaft und vor allem gratis - ein Reisegefaehrte allerdings liess mich inzwischen aber wissen, dass er am naechsten Morgen (er musste bereits weiter) einer Schwellung im Bein und weiterer Uebelkeiten litt. Ich Glueck und er Pech gehabt ;-).
wo die Tasmanische See & der Pazifik sich treffen...
Duneboarding, Fun pur mit ca. 60km/h runterzuduesen...
George & George am 90mile Beach
Sobald mir dann das Sonnen und Nichtstun langweilig wurde, oder aber mein 'Reiseplan' (gibts eigentlich ja nicht, aber will ja meinen Flug auf die Fijis nicht verpassen) das meinte, gings zurueck nach Auckland; genau die grosse langweilige Stadt. Wie auch immer, muss hier nur zwei Tage verbringen und das Gute daran daher fand ich auch die Zeit diesen Blog wieder mal mit einigen Zeilen zu fuellen. Jawohl, morgen gehts ins Ferienparadies - moechte die Zeit dort allerdings ein wenig sinnvoll nuetzen und werde daher wohl einen Tauchfortbildungskurs machen. Mal gugg'n & tschuess...
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